Laut einer Studie kommen derzeit etwa 150 neue Hotelprojekte auf den Markt. Insbesondere das Hotelgewerbe im Bereich Luxus und First-Class boomt nach wie vor stark. Fast fünfhundert neue Tophotels sollen in den kommenden Monaten neu eröffnen und beinahe zweihunderttausend Zimmer zur Verfügung stellen. Je fast ein Drittel der Neueröffnungen sollen in Europa und Nordamerika stattfinden, so um die 40% in Ostasien. In Deutschland stehen z. B. Luxushotels zur Eröffnung bereit in Düsseldorf, Wilhelmshaven, Frankfurt/Main(Airport) und Berlin. Die Urlaubsbranche leidet wohl ohnehin nicht so arg unter der Wirtschaftskrise. Zumindest werden die bis jetzt gebuchten Urlaube angetreten. Es wäre ja auch Unsinn, wenn nicht, schließlich sind die Urlaube meist schon bezahlt. Doch auch Kurzurlaube und Last-Minute-Reisen stehen nach wie vor hoch im Kurs. Doch besagte Luxusunterkünfte leiden wohl am wenigsten unter der Rezession. Das ist auch verständlich, denn hier checkt ein, wer ohnehin finanziell gesichert ist und nicht so genau aufs Geld schauen muss. Dass nicht nur in den jeweiligen Luxushotels die Kasse stimmt, daran wird keiner zweifeln. Auch die umliegende Infrastruktur dürfte mit den Umsätzen zufrieden sein. Denn wer im Luxushotel absteigt, der dürfte sich auch in umliegenden Luxusgeschäften wohl fühlen und dort Geld ausgeben. Die Einnahmen der Händler dürften mehr als zufriedenstellend sein. Rund um ein Luxushotel siedeln gern Unternehmen wie Juweliere und andere Anbieter von Luxusartikeln an. Denn in diesem Umfeld verkaufen sich Pelze und Schmuck ebenso gut wie vielleicht Autos der obersten Preisklassen. Auch die Gastronomie der Luxusklasse wird hier vor Ort zufrieden sein. In all diesen Unternehmen wird Tag für Tag die Kasse stimmen. Denn die Urlauber werden sich nicht ständig im Hotel aufhalten. Shopping-Touren werden veranstaltet oder man verabredet sich zum Essen. Und bei all diesen Gelegenheiten wird Geld ausgegeben. Und der Pelzhändler wird ebenso zufrieden sein, wie der Juwelier oder auch der Inhaber einer Edelschuh-Boutique. Denn bei jedem wird sich die Investition bezahlt machen, die nicht nur für die Luxusartikel nötig war. Auch die Geschäftsausstattung und die Präsentationsfläche müssen einen entsprechend luxuriösen Eindruck erwecken. Und das vorhandene Kassensystem sollte ebenfalls auf dem neuesten technischen Stand sein. Ob jedoch die Kasse diskret unsichtbar platziert sein muss oder ob das Gerät offen „zur Schau gestellt“ auf dem Tresen stehen darf, da ist es jedem Kunden ein anderes Bedürfnis. Doch den meisten Reichen macht es nichts aus, bar oder mit Kreditkarte offenkundig eine Rechnung zu begleichen. Denn eben diese vielen tragen ihren Reichtum ohnehin zur Schau.
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